Fortsetzung des Brainstormings – „Bebauungsgruppe“ traf sich erneut

12. Februar 2009

Gestern abend (11.02.09) fand der „Nachhol“-Termin der „Bebauungsgruppe“ statt, die beim Brainstorming-Veranstaltung des WVSS (wie berichtet) kein Ende gefunden hatte. Es hatten sich zwölf Personen im „Gelben Salon“ der Blomenburg eingefunden, der Teilnehmerkreis hatte sich zugunsten von Gemeindevertretern aus Selent verändert.

Das Gespräch ging zuerst einerseits um Herrn Hartmanns Vorstellungen, „wer“ „wie“ auf seinen Baugrundstücken bauen darf und andererseits um die Erwartungen der Gemeinde an einer Bebauung bzw. am Zuzug neuer Bürger. Im Laufe der Diskussion stellte sich als Schwachpunkte der bisherigen Vermarktungsstrategie heraus, dass Kernpunkte nicht ausreichend kommuniziert wurden. Sei es, dass die Ansprechpartner der Blomenburg laufend andere waren, sei es, dass die Gestaltungsrichtlinien sich – von außen betrachtet – dauernd änderten, am Schluß herrschte eine Unsicherheit vor, keiner konnte mehr sagen, was erlaubt oder erwünscht wäre. Auch die Gemeindevertreter sahen sich außerstande, auf Nachfragen von Bürgern konkrete Antworten zu geben, was denn nun auf den Baugebieten der Blomenburg angestrebt werden sollte.

Herr Hartmann machte deutlich, dass natürlich „die Selenter gerne auf der Blomenburg bauen dürfen“, „auch konventionelles Bauen ist auf den Blomenburger Baugebieten zulässig ist“ oder „günstiges Bauen (Grössenordnung 120000€) möglich ist“. Hartmanns Ziel ist auf jeden Fall ein „wertiges Bauen, ohne Einsatz fossiler Energieträger, mit guten Energieeinsparpotentialen“. Er schätzt, dass rund achzig Prozent der Bauwilligen von ausserhalb Selents kommen würden, eine Grössenordnung, wie man sie auch von den früheren Baugebieten Selents („Parkweg“, „Möhlenkamp“) her kennt.

Eine Forderung an Herr Hartmann war, dass er doch deutlicher machen müsse, wie seine Visionen konkret aussehen könnten, sei es im Miteinander der einzelnen Baustile, sei es aber auch in konkreten Preisangaben, was ein bestimmter Haustyp den kosten würde. Er führte uns in einen Nebenraum, in dem ein Modell von Teilen des Baugebiets Goosbek steht, mit Baustilen von modern-kubistisch über klassizistisch bis hin zu toskanischen Turmvillen; anhand dessen konnten einige Unklarheiten ausgeräumt werden (NB: Was mich dabei erschreckte – viele der Anwesenden kannten dieses Modell noch nicht, obwohl es bestimmt eineinhalb Jahre alt ist. Soviel zur Kommunikation von Kernpunkten).

In der abschliessenden Runde sagte Herr Hartmann zu, dass er bis Ende März ein klares Vermarktungsprofil erstellen will, er stehe nun selbst als Ansprechpartner für alle Fragen zur Verfügung. Den Gemeindevertretern war es wichtig festzuhalten, dass über eine einheitliche, klare und verlässliche Vermarktungsstrategie hinaus die „Altbewohner“ der Blomenburg nicht vergessen werden dürfen. Diese sollten in Zukunft nicht „in Vergessenheit geraten“, sondern als Teil des Ganzen in die weitere Entwicklung mit einbezogen werden. Ferner wiesen sie darauf hin, dass auch im Bereich der Erschliessung in den nächsten Monaten noch einiges umzusetzen sei.

Der nun begonnene konstruktive Dialog, in dem keiner mit seiner Meinung hinter dem Berg hielt und öfters hart und kontrovers diskutiert wurde, soll in den kommenden Monaten fortgesetzt werden. Das nächste Treffen findet am 25. März um 19 Uhr im gelben Salon auf der Blomenburg statt.

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2 Kommentare zu “Fortsetzung des Brainstormings – „Bebauungsgruppe“ traf sich erneut”

  1. 01

    […] Jörg Weisner stellte anhand eines YouTube-Videos der Stadt Hückeswagen, die die unternehmerfreundlichste Stadt Deutschlands ist (TÜV-geprüft!), die Frage, wie wir Selent weiterbringen könnten. Wir haben ja mit dem Brainstorming auf der Blomenburg die ersten Schritte getan, wollen nun in der nächsten Ausgabe des Dörpsblatts darüber berichten, und im Mai eine Folgeveranstaltung durchführen. […]

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  2. 02

    […] Zweites Treffen der Bebauungsgruppe auf der Blomenburg (11.2.09) […]

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