Wie können wir als Selenter Unternehmen vom Venture Park profitieren?
20. Februar 2001
„Wie können wir als Selenter Unternehmen vom Venture Park profitieren“ – Diskussions-Abend gemeinsam mit Finn Duggen, Geschäftsführer des Venture-Parks Blomenburg-Park
Veranstaltung am 19. Februar 2001
Im Kaminsaal der Blomenburg bei brennendem Kamin und Kerzen referierte Finn Duggen (Mitte des Bildes) über die Pläne der Hartmann – Gruppe, auf der Blomenburg einen sog. „Venture – Park“ zu errichten. Die Hartmann – Gruppe hat ihr Kerngeschäft im Bereich Versicherungen, in den letzten Jahren kamen Finanzdienstleistungen und Immobilienmanagement hinzu, wobei die Blomenburg sich als kompliziertes Vorhaben erweist.
In der nachsten Zeit soll der Schandfleck der Blomenburg – das in den 70′iger Jahren errichtete Bettenhaus – abgerissen und durch ein Büro- und Laborgebäude für den Venture-Park ersetzt werden.
Duggen räumte in seinem Vortrag mit gängigen Vorurteilen auf: Die Büro-Mieten werden sogar teurer als bei vergleichbaren Gewerbeimmobilien sein und es wird sich auch nicht nur um Firmen-Neugründungen handeln. Vielmehr werden es junge Firmen sein, deren Angebote kurz vor der Produktionsreife stehen.
Hier kommen dann auch die Besonderheiten des Venture Parks zum Tragen: Es werden aktiv Menschen zusammengebracht, aus deren Zusammenarbeit ein vermarktungsfähiges Produkt entstehen kann; für die jungen Firmen gibt es günstiges Venture-Kapital und zuletzt sorgt eine eigens dafür von der Hartmann-Gruppe gegründete Vermarktungsgesellschaft zur Markteinführung der Firmen.
Folgende Unternehmensfelder sollen im Venture-Park vertreten sein:
- Informations- und Kommunikationstechnik
- technisch-physikalische Anwendungsentwicklung
- „Life Science“ – Biotechnologische Entwicklungsfirmen, wobei in Kooperation mit der Christian-Albrechts-Universitat Kiel deren Laborkapazitaten mit genutzt werden sollen.
Rahmendaten: Das Raumangebot wird ca. 3.000 m² umfassen, ausreichend fur 30 – 32 Firmen, das heisst, es werden ca. 200-250 Arbeitsplätze geschaffen. Anhand mehrerer Beispiele aus dem KITZ und anderer zeigte Duggen auf, welche Dienstleistungen und Produkte
durch solche Firmen entwickelt und vertrieben werden.
Bedeutung fur Selent: Der Bau des Venture-Parks umfasst ein Investitionsvermögen von 16 Mio. DM; dieser Auftrag wird voraussichtlich an einen Generalunternehmer vergeben werden. Insgesamt – mit dem Bau von bis zu 207 Wohneinheiten – kann von einer Summe von 127
Mio. DM gerechnet werden. Für wichtiger sieht Duggen die einzelhandelswirksamen Ausgaben der Neubevölkerung von ca. 800 Einwohnern an; es ist mit ca. 8 Mio. DM Privatausgaben pro Jahr in der Region um Selent zu rechnen.
Darüber hinaus werden ca. 200-400 Veranstaltungen pro Jahr auf der Blomenburg durchgeführt, dies hatte auch Auswirkungen auf den Handel, Dienstleistungen und Gastronomie.
Die Ansiedlung der Firmen soll sukzessive erfolgen; bevor die neuen Gebäude errichtet sind, sollen vorhandene Gebaude wie die ehemalige Kreismusikschule oder das Kavaliershaus genutzt werden.
(fhu 01/02/20)
Technorati Tags: Blomenburg, konjunktur, selent


Ein Kommentar zu “Wie können wir als Selenter Unternehmen vom Venture Park profitieren?”
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[…] Herr Duggen: Selent sowohl urban (Kiel nicht weit entfernt) wie auch ländlich, "klasse location". Venturepark Blomenburg wird neue Wege gehen, um Attraktivität für Gründer zu bieten. Sie gehen selbst direkt an die Universität bzw Fachhochschule, um dort nach vermarktungsfähigen Ideen zu suchen bzw. um vor Ort auf die Möglichkeiten der Unternehmensgründung aufmerksam zu machen. Dann können sie gezielter Wege aufzeigen, wie diese marktreif gemacht werden können (vgl. Berichte vom 19. 02. 01 und vom 11. 10. 01. […]
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